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    Weiterarbeiten trotz Lottogewinn

    Studie unter Fachkräften mit Berufsausbildung zeigt: Arbeit stellt auch für die Mehrheit der Nicht-Akademiker mehr als einen reinen Broterwerb dar

    Köln, 15. März 2018

    Sicherheit, gute Kommunikation und Möglichkeiten, etwas zu bewirken – das sind für Fachkräfte die wichtigsten Aspekte, wenn es um einen attraktiven Beruf geht. 55,6 Prozent der Befragten würden trotz Lottogewinn weiterarbeiten. Das zeigt die Studie „Attraktive Jobs“ von meinestadt.de, für die 2.078 Fachkräfte mit Berufsausbildung befragt wurden. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Arbeitgeber stärker als bislang auf die Bedürfnisse und Erwartungen nicht-akademischer Bewerberzielgruppen schauen müssen.

    Über die Hälfte der Fachkräfte sieht „Sinn” in der Arbeit

    Für viele eine Traumvorstellung: ein Millionen-Gewinn im Lotto. Die Frage, die sich anschließt: Würden Sie dann weiterarbeiten? Eine knappe Mehrheit beantwortet sie mit „Ja“. Für diesen Teil der Fachkräfte stellt der Job also einen sinnstiftenden Faktor dar – „man wird gebraucht”, erfüllt einen guten Zweck oder erlebt sich als Teil einer Gemeinschaft. Die anderen 45,4 Prozent allerdings kennen diese Form der Sinnstiftung im Job nicht bzw. nur in Teilen. Dass der Sinn der Arbeit ein echtes Angebot für Bewerber darstellt, wurde bisher eher bei Akademikern angenommen. Entscheidend für Arbeitgeber aber ist: Im Hinblick auf die Ansprache von Fachkräften müssen sie sowohl „Sinnsucher“ als auch „Pragmatiker“ abholen.

    Faktoren, die Sicherheit vermitteln

    Für die befragten Fachkräfte sind ein sicherer Arbeitsplatz (56,5 Prozent) und ein gutes Arbeitsklima (49,6 Prozent) mit Abstand am wichtigsten im Job. Aufstiegschancen im Unternehmen (3,4 Prozent) rangieren hingegen auf dem letzten Platz. Doch woran machen Fachkräfte Sicherheit fest? Ein unbefristeter Job liegt mit 69,0 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von der pünktlichen Gehaltszahlung (61,5 Prozent) sowie der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens (39,3 Prozent). Die Studienteilnehmer wünschen sich in der Ansprache solche konkreten Leistungsversprechen statt Floskeln zu einem vermeintlich kometenhaften Aufstieg wie „Jetzt ist die Karriere dran!”. Nur 8,1 Prozent der Befragten finden aktuelle Stellenausschreibungen sehr überzeugend.

    Arbeit hat Zukunft

    Ein Branchenvergleich macht jedoch deutlich, dass Unternehmen im Job-Marketing differenziert vorgehen sollten. So ist das Sicherheitsempfinden in den jeweiligen Branchen und Berufen unterschiedlich aufgeladen. Für Fachkräfte aus den Branchen Logistik und Einzelhandel liefert der allgemeine Unternehmenserfolg Sicherheit. Pflegekräften hingegen vermittelt vor allem die Arbeit in einer zukunftsträchtigen Branche Sicherheit. Zu fast 99 Prozent sind sich Fachkräfte aus der Pflege sicher, dass ihr Berufsbild langfristig gebraucht wird. Aber auch branchenübergreifend stellen die Optimisten die eindeutige Mehrheit: 85,4 Prozent der Fachkräfte mit Berufsausbildung sind davon überzeugt, dass ihre Arbeit auch in zehn Jahren noch nachgefragt ist. Das ist ein erstaunlicher Befund angesichts der medial stark präsenten These vom zeitnahen Verschwinden einzelner Berufsbilder im Zusammenhang mit der Digitalisierung.

    Wunsch nach mehr Wertschätzung und Ehrlichkeit

    Beim Faktor Arbeitsklima rangieren das Gefühl “Teil des Teams zu sein” mit 57,3 Prozent und die Verlässlichkeit unter den Kollegen mit 44,1 Prozent auf den Spitzenplätzen. Wird das Arbeitsklima im Team als schlecht bewertet, liegt es bei jedem Zweiten aller Befragten an der fehlenden Wertschätzung für die eigene Arbeit. Dicht dahinter folgt das fehlende Vertrauen zur Führungskraft (44,6 Prozent) und nicht vorhandenes Lob für die Arbeit (37,4 Prozent). Die Studienergebnisse offenbaren eine allgemeine „Führungsschwäche“. Die offenen Nennungen in der Befragung verdeutlichen insgesamt einen großen Redebedarf und den Wunsch nach authentischerer Kommunikation.

    Relevante Inhalte sind gefragt

    Gerade im Recruiting-Prozess können mit diesem Wissen wichtige Weichen gestellt werden. „Wer im Wettbewerb um Fachkräfte vorne liegen möchte, sollte in Stellenanzeigen handfeste Argumente liefern, die zu seiner Zielgruppe passen. Auch der sinnstiftende Aspekt kann im Employer Branding für nicht-akademische Fachkräfte viel bewirken”, so Wolfgang Weber, Geschäftsführer von meinestadt.de.

    Über die Studie

    Im Januar 2018 hat meinestadt.de die Studie „Attraktive Jobs: Was Fachkräfte sich von Arbeitgebern wünschen“ durchgeführt. Das Marktforschungsinstitut respondi hat für die Untersuchung 2.078 Fachkräfte mit Berufsausbildung dazu befragt, was ihnen Sicherheit im Job vermittelt und wann Arbeit als sinnstiftend empfunden wird. Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Matthias Baum von der Technischen Universität Kaiserslautern hat die Ergebnisse der Umfrage wissenschaftlich ausgewertet. Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Baum liegen im Personalmanagement und Employer Branding.

    Hier können Sie alle Studienergebnisse kostenlos herunterladen!

    Über meinestadt.de

    meinestadt.de ist der führende Stellenmarkt für Fachkräfte mit Berufsausbildung. Durch den regionalen und lokalen Fokus verbindet meinestadt.de Unternehmen und Jobsuchende in allen 11.000 Städten und Gemeinden Deutschlands. Stellensuchende können sowohl online als auch mobil und über die mehrfach ausgezeichnete Job-App jederzeit auf die Angebote zugreifen. TalentHero, die Azubi-App von meinestadt.de, hilft Jugendlichen bei der Berufswahl und bringt Unternehmen und Auszubildende für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft zusammen.

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