Tipps für Mobile und Home Office

Im Büro herrscht aufgrund eines Wasserrohrbruchs Ausnahmezustand, dein Kind ist erkrankt und braucht deine Pflege oder eine weltweite Corona-Pandemie fesselt Arbeitnehmer an den heimischen Bürostuhl – Home Office ist an der Tagesordnung. Aber wie gestaltest du den Arbeitstag Zuhause so, dass du effizient bleibst, dich aber nicht überarbeitest? Wir geben dir hilfreiche Tipps!

Mann arbeitet am heimischen Schreibtisch
© Rido/Fotolia

Was ist Home Office überhaupt?

Home Office bedeutet soviel wie “Büro im eigenen Zuhause”. Momentan können Arbeitnehmer noch nicht einfach einfordern, von zuhause aus arbeiten zu dürfen. Die Entscheidung fällt das jeweilige Unternehmen oder der Betrieb. Es gibt jedoch Ausnahmefälle, in denen Home Office in den meisten Unternehmen genehmigt wird:

  • Grippewellen
  • Krankes Kind oder Ausfall der Kinderbetreuung
  • Es ist nicht möglich im Büro zu arbeiten (Wasserrohrbruch, Schäden, Netzwerkprobleme, etc.)



Das Home Office ist aber nicht zu verwechseln mit der Heimarbeit: Hier sind die Beschäftigten ebenfalls von zuhause aus tätig, oft aber auf Honorarbasis – Sie sind also Selbstständig.

Unterschied zu Mobile Office

Mobile Office bedeutet, dass du nicht an einem festgelegten Ort arbeiten musst. Das bedeutet, dass du nicht zwingend zuhause arbeitest, sondern deinen Arbeitsplatz frei wählen kannst. Voraussetzungen sind auch hier natürlich eine Netzwerkverbindung, ein Notebook und in der Regel ein Mobiltelefon.

Tipps und Tricks für effizientes Home Office

Arbeitstage Zuhause sind für Viele eine Herausforderung. Wie strukturiere ich den Tag? Darf ich mir Pausen gönnen? Sollte ich mehr arbeiten, um Kollegen zu zeigen, dass ich auch im Home Office fleißig bin?
Wir haben hier hilfreiche Tipps:

  • Setze Grenzen: Starte mit der Arbeit zur selben Zeit wie sonst. Auch wenn du früh aufstehst und dir die Fahrtzeit zum Büro sparst: Mache dir Frühstück, gehe Joggen und nimm dir eine Tasse Kaffee. Dann öffnest du den Laptop und startest zur gewohnten Zeit.

  • Standby zu Mittag: Klappe den Laptop zu oder fahr den Computer herunter, wenn du dich in die Mittagspause begibst. Hilfreich ist auch ein Wecker, den du dir stellen kannst, damit du deine Pause wirklich machst und einhältst.

  • Schütze dich vor Überarbeitung: Wie viel Arbeit erledigst du normalerweise? Wie viele To-Dos schaffst du an einem Tag? Sei realistisch und versuche dich an diese Vorgabe zu halten.
  • Bewegung: Im Büro gehst du dir ab und an einen Kaffee holen, besuchst andere Abteilungen oder hastest zum nächsten Meeting-Raum. Wechsel im Home Office ab und an den Arbeitsplatz. Morgens am Esstisch, mittags am Schreibtisch und nachmittags im Sessel.

  • Schalte in den Arbeitsmodus: Arbeiten im Bett ist ein No Go! Das Bett assoziierst du ansonsten irgendwann mit der Arbeit, was sich negativ auf den Schlaf auswirken kann. Trage bei der Arbeit keinen Pyjama sondern kleide dich alltagstauglich. Auch die Jogginghose sollte im Schrank bleiben.

  • Sei abends präsent: Klappe den Rechner zu, schalte das Telefon stumm oder ganz aus. Befasse dich mit Hobbies und Tätigkeiten abseits von der Arbeit. Verbringe Zeit mit Freunden, deinem Partner oder der Familie. Das hilft dir, abzuschalten.
Mutter und Kind sehen sich an und lächeln
© evgenyatamanenko/iStock

Zuhause arbeiten mit Kindern

Durch den Corona-Virus sind Kitas und Schulen geschlossen. Viele Eltern müssen Kinderbetreuung und Arbeit gleichzeitig managen. Einfacher ist es natürlich, wenn beide Eltern im Home Office sind und man sich bei der Betreuung des Kindes abwechseln kann. Wir haben hier ein paar Tipps:

  • Planen: Mach deinem Kind bewusst, dass Mama und Papa keine Ferien haben, obwohl sie jetzt zuhause sind. Plane gemeinsame Spielpausen und Malzeiten. Ermöglicht dein Arbeitgeber Gleitzeit, kannst du deine Arbeitszeit an die Schlafgewohnheiten deiner Kinder anpassen.
  • Das Kind beschäftigen: Gib deinem Kind eine sinnvolle Beschäftigung. An Kneten, Malen oder Puzzlen haben Kinder lange Spaß. Du kannst auch eine Aufgabe stellen, die du nach einer halben Stunde überprüfst.
  • Etappenweise arbeiten: Teile deinen Arbeitstag sinnvoll ein. Arbeite 1 Stunde und dann beschäftige dich 15 Minuten mit deinem Kind.
  • Zusammen arbeiten: Schlage deinem Kind vor, dass ihr zusammen ein Unternehmen gründet und in zwei Abteilungen sitzt und Kollegen seid. So vermittelst du ihm/ihr, dass er/sie wichtig ist und mitarbeiten kann. Du kannst deinen Kindern ein kleines Tischchen in der Nähe deines Arbeitsplatzes einrichten und mit Stiften und Papieren ausstatten.
  • Letzte Rettung: Du musst tagsüber für Firma und Kunden ansprechbar sein? Dann kannst du deine Kinder auch mal einen Film schauen lassen.
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Vor- und Nachteile von Home Office

Das Home Office kann viele Vorteile haben. Doch es gibt auch Nachteile, die man nicht ignorieren sollte. Hier sind die wichtigsten Punkte im Überblick:

Vorteile:

  • Geringe Ansteckungsgefahr:
    • Momentan Schutz vor Corona-Virus
    • Kein Kontakt mit infizierten Kollegen

  • Weniger Stress:
    • Keine witzelnde Kollegen, klingelnde Telefone
    • Keine Angst zu spät zu kommen

  • Hohe Flexibilität:
    • Einfache Koordination von Terminen mit Ärzten, Handwerkern oder der Familie
    • Regeln beachten: Arbeitspensum erfüllen, verlorene Arbeitszeit abends dranhängen, Kollegen jederzeit klar mitteilen, wann du am Schreibtisch sitzt und wann nicht.

  • Work-Life-Balance:
    • Eltern kommen mit der Möglichkeit zum Home Office oftmals früher aus der Elternzeit zurück
    • Kinder können betreut werden, der Hund ist nicht zu lange alleine zuhause. Wichtig: Die Balance einhalten und Privatleben nicht Überhand nehmen lassen.

  • Zeitersparnis:
    • Keine Pendelei und Parkplatzsuche
    • Keine Ausgaben für Benzin
    • Keine verschwendete Lebenszeit

Nachteile:

  • Berufliches und Privates wird nicht getrennt:
    • Dokumente und Unterlagen liegen überall verteilt
    • Kunden rufen nach Feierabend an

  • Kaum Motivation
    • Das Team fehlt und Verlust vom Blick aufs große Ganze
    • Kontrolle durch Kollegschaft und Chef fehlt – Du trödelst mehr.

  • Soziale Kontakte fehlen
    • Home Office begünstigt die Vereinsamung
    • Täglicher Austausch, Absprachen mit Kollegen oder auch der unterschätzte Flurfunk fallen weg

  • Vorurteile von Kollegen
    • Es kann schnell zu verhassten Äußerungen von Kollegen kommen
    • Hilfreich ist eine genaue Definition von Zielen, Aufgaben und Erreichbarkeiten

  • Ablenkungsgefahr:
    • Der Postbote steht vor der Tür, das Kind ist unruhig und die Handwerker haben sich angekündigt
    • Am heimischen Schreibtisch wird man schon mal schnell abgelenkt


Hinweise:

  • Alle Berufsfelder und -bezeichnungen schließen, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen mit ein.
  • Wir machen außerdem darauf aufmerksam, dass unser Web-Angebot lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung, die auf deine spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.