Informationen zur Kurzarbeit und zu Kurzarbeitergeld

Mithilfe von Kurzarbeit können Betriebe Zeiten einer Krise, wie während der Corona-Pandemie, wirtschaftlich überbrücken. Beschäftigte können in dem Fall Kurzarbeitergeld erhalten. Was genau Kurzarbeit meint, was Kurzarbeitergeld ist und weitere wichtige Informationen, damit du rund um dieses Thema gut aufgeklärt bist, haben wir hier für dich zusammengestellt.

Schreibtisch, 2 weiße stühle stehen davor, sie sind leer, rechts auf dem Schreibtisch sieht man einen Monitor und links davon eine kleine Pflanze
© roman-bozhko/unsplash

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Coronavirus: aktuelle Informationen zum Kurzarbeitergeld

Aufgrund des Corona-Virus wurden die Regelungen für die Kurzarbeit von der Bundesregierung geändert: Kurzarbeitergeld wird gezahlt, wenn 10% der Beschäftigten im Unternehmen von mind. einem 10 prozentigen Entgeltausfall betroffen sind. Die Beantragung von Kurzarbeit ist möglich, ohne dass Arbeitszeitkonten zuvor ins Minus laufen. Außerdem erstattet die Arbeitsagentur die Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitgeber.

Aufgrund der derzeitigen Situation durch die Corona-Krise kann eine Beantragung des Kurzarbeitergeldes kurzfristig erfolgen und rückwirkend zum 1. März beantragt sowie ausgezahlt werden.

Beantragung von Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit kann vom Arbeitgeber beantragt und innerhalb von 3 Monaten bei der Agentur für Arbeit eingereicht werden. Die Agentur für Arbeit zahlt das Kurzarbeitergeld, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Unternehmen haben aus wirtschaftlichen Gründen oder durch ein unabwendbares Ereignis (zum Beispiel Coronavirus), einen erheblichen Arbeitsausfall.
  • Das Unternehmen muss vor der Einführung von Kurzarbeit versucht haben, den Arbeitsausfall zu verhindern (z.B. durch Gewährung von Urlaub)
  • In absehbarer Zeit muss das Unternehmen zur vorherigen Arbeitszeit zurückkehren.

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

Allgemein werden rund 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts ausgezahlt. Lebt im Haushalt mindestens ein Kind, steigt das Kurzarbeitergeld auf rund 67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts. Wie hoch das Kurzarbeitergeld ausfällt richtet sich nach der Höhe des finanziellen Verlustes nach der Zahlung von Steuern. In der hier verlinkten Tabelle gibt es Berechnungen zum Kurzarbeitergeld.

Schaue in der ersten Spalte "Bruttoarbeitsentgelt" nach deinem Bruttogehalt und beachte dabei, in welcher Lohnsteuerklasse du bist. Welcher Leistungssatz auf dich zutrifft, entnimmst du dem Text über der Tabelle:

Wie lange kann Kurzarbeit bezogen werden?

Kurzarbeitergeld kann bis zu 12 Monate lang bezogen werden, dabei ist es möglich, die Bezugsdauer zu unterbrechen. Muss beispielsweise kurzfristig ein größerer Auftrag bearbeitet werden, können Arbeitnehmer vorübergehend wieder voll beschäftigt werden. Anschließend kann weiter Kurzarbeitergeld bezogen werden und die Dauer verlängert sich um diesen ausgesetzten Zeitraum. Wenn die Kurzarbeit länger als 3 Monate unterbrochen wird, erneuert sich die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes und anschließend besteht wieder ein Anspruch auf max. 12 Monate Kurzarbeitergeld.

Muss ich das Kurzarbeitergeld versteuern?

Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei und hat Auswirkungen auf deinen gewöhnlichen Steuersatz. Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld sind hingegen steuerpflichtig. Das Kurzarbeitergeld muss bei der Steuererklärung angegeben werden.

Was ist Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeit bedeutet, dass die Arbeitnehmer weniger Stunden arbeiten als gewöhnlich bzw. als in ihrem Arbeitsvertrag festgelegt sind. Es wird meistens eingeführt, wenn es dem Unternehmen an Aufträgen und somit an Umsatz fehlt. Zurzeit kommt es häufig wegen des Corona-Virus zum Einsatz. Es kann sein, dass die gesamte Belegschaft oder nur ein Teil der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sind.

Während der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009 hat sich Kurzarbeit als Mittel für den Arbeitsmarkt bewährt. Arbeitsplätze und somit die Mitarbeiter mitsamt ihrer Fähigkeiten konnten erhalten bleiben. Als es mit der Konjunktur wieder bergauf ging, konnten Betriebe ohne große Verzögerung wieder die Produktion aufnehmen und zum Normalzustand zurückkehren. Für die Arbeitnehmerinnen kommen allerdings durch die Kurzarbeit Einbußen beim Entgelt zu Stande. Sie erhalten dann das sogenannte Kurzarbeitergeld. Dies ist eine Leistung der Arbeitslosenversicherung. Beschäftigte in Kurzarbeit verdienen weniger, bei Kurzarbeit “Null” kann das Entgelt auch komplett entfallen. Dies tritt dann ein, wenn die Arbeit vorübergehend komplett eingestellt werden muss. Ist ein vorübergehender Arbeitsausfall unausweichlich, ist es für den Arbeitgeber notwendig, Kurzarbeit anzuordnen. Das Kurzarbeitergeld gleicht den Verlust zumindest teilweise aus.

Jedoch können die Unternehmen Kurzarbeit nicht einfach einseitig anordnen. Ein zwingendes Mitbestimmungsrecht hat hierbei der Betriebsrat und muss der Anordnung von Kurzarbeit zustimmen. Gibt es keinen Betriebsrat, müssen die Arbeitgeberinnen die Einführung von Kurzarbeit mit allen Angestellten einzeln vereinbaren.

Weitere Informationen: Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Eine Dame sitzt auf dem Sofa, telefoniert mit einem Handy und hat dies in der linken Hand, man sieht sie frontal, nach links schauen
© AdobeStock/Syda Productions

Sollten bei dir nun doch noch einige Fragen zum Thema Kurzarbeit oder Sonderregelungen bzgl. des Coronavirus offen geblieben sein, kannst du direkt das Bürgertelefon des Bundesministerums für Arbeit und Soziales kontaktieren. Dieser Service ist von montags bis donnerstags zwischen 8:00 und 20:00 Uhr für dich verfügbar.

Fazit

In der momentanen Situation, ist Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld für die Betriebe eine Alternative, um weiterhin ihre Arbeitskräfte zu beschäftigen. Leiharbeitnehmerinnen sowie befristete Beschäftigte haben ebenfalls Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Und, sofern ihre Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, steht diese staatliche Hilfe auch gemeinnützigen Vereinen bzw. Unternehmen, Kindertagesstätten oder Kulturorten wie Theatern zu. Solltest du in deinem Unternehmen von Kurzarbeit betroffen sein, halte dir immer vor Augen, dass dadurch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, Entlassungen, Freistellungen oder Zwangsurlaub vermieden werden können.



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