Arbeitslosigkeit im Ausnahmezustand – Was muss ich beachten?

Die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie sehr unser Alltag und das öffentliche Leben auf verschiedensten Ebenen beeinflusst wird. Besonders davon betroffen ist die Wirtschaft. Millionen Menschen in Deutschland stehen vor der Herausforderung, das bisherige Berufsleben auf den Kopf zu stellen und sich finanziell abzusichern. Im schlimmsten Fall droht die Arbeitslosigkeit. Wir zeigen dir am Beispiel der Corona-Krise, welche finanziellen Möglichkeiten du in einer solchen Situation hast und vieles mehr.

Mann sitzt gestresst am heimischen Arbeitsplatz
© Rawpixel.com/AdobeStock
JobScan

Du hast eine Kündigung erhalten? Das solltest du jetzt beachten

Zunächst solltest du beachten, dass deine Arbeitgeberin dich nicht ohne sozial gerechtfertigten Grund kündigen darf. Das Kündigungsschutzgesetz in Deutschland sieht vor, dass eine Kündigung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist – ein wirtschaftlicher Schaden und Arbeitsausfall wie durch die Corona-Krise gehört nicht unbedingt dazu, weil die Situation weder durch die Unternehmen, noch durch ihre Mitarbeiter verschuldet ist. Mehr Infos zu Rechten und Pflichten in Sachen Kündigungsschutz findest du hier.

Sofern es zu einer Kündigung wegen einer Situation wie Corona kommt, solltest du diese also nicht einfach so hinnehmen, sondern sie rechtlich prüfen lassen. Wenn sie gegen das Kündigungsschutzgesetz verstößt, kannst du eine Klage dagegen einreichen. Denke unbedingt daran, dass die Klage innerhalb von 3 Wochen nach Aussprache der Kündigung beim Arbeitsgericht eingehen muss! Das gilt auch in der aktuellen Lage. Außerdem musst du dich nach spätestens 3 Tagen bei der Arbeitsagentur als arbeitslos oder arbeitssuchend melden.


Fast geschafft!

Bitte klicke nur noch auf den Bestätigungslink, den wir dir soeben per E-Mail geschickt haben.

meinestadt.de Jobs Newsletter

Meld dich jetzt für unseren kostenlosen meinestadt.de Jobs Newsletter an und wir unterstützen dich mit hilfreichen Tipps auf deinem Weg zum neuen Job. Nach der Anmeldung erhältst du von uns als Willkommensgeschenk eine Checkliste für deine Bewerbung.

Mit der Angabe der E-Mail-Adresse willigst du dazu ein, regelmäßig Empfehlungen, Tipps und Angebote von meinestadt.de und Drittanbietern zu erhalten.
Diese Inhalte werden durch Werbung finanziert. Du kannst dich jederzeit vom meinestadt.de Newsletter abmelden. Es gilt die Datenschutzerklärung von meinestadt.de.

Das könnte dich auch interessieren


Was passiert, wenn es keine Option auf Kurzarbeit oder Arbeitslosengeld gibt?

Wenn deine Firma keine Kurzarbeit anmelden kann und du tatsächlich arbeitslos wirst, hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit Anspruch auf Arbeitslosengeld und kannst dieses beim Arbeitsamt beantragen. Die Höhe der monatlichen Beiträge und die Dauer der Zahlung sind davon abhängig, wie lange ein eine Arbeitnehmerin im Voraus gearbeitet und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Deinen persönlichen Orientierungswert kannst du hier berechnen lassen.

Einige Berufsgruppen sind systemrelevant und haben weiterhin einen gesicherten Job. Andere müssen auf Kurzarbeit hoffen. Aufgrund der finanziellen Einbußen sind aktuell tausende Unternehmen in Deutschland darauf angewiesen und stellen einen entsprechenden Antrag beim Bund.

Kurz gefasst zahlt die Arbeitsagentur Arbeitnehmern das Kurzarbeitergeld als teilweisen Ersatz für den entfallenden Lohn in der Krisenzeit aus. So sollen Firmen finanziell entlastet werden. Ob ein Antrag genehmigt wird, hängt von bestimmten Richtlinien ab – ein Unternehmen muss konkrete Voraussetzungen erfüllen. Näheres dazu haben wir in unserem Artikel über Kurzarbeit zusammengefasst.

Generell gilt:

Du musst in den 30 Monaten vor der Arbeitslosmeldung mindestens 12 Monate lang versicherungspflichtig gearbeitet haben, um das Arbeitslosengeld zu erhalten. Zudem musst du dich sofort als arbeitslos gemeldet haben. Wenn du die Mindestanzahl an Monaten nicht vorweisen kannst, hast du noch die Möglichkeit, einen Antrag auf Hartz IV einzureichen.

Arbeitslosigkeit – So sieht die Lage bei Arbeitsamt und Jobcentern aus

Auch Institutionen wie das Arbeitsamt und die Jobcenter in ganz Deutschland bleiben von den Auswirkungen einer Krise wie der Corona-Pandemie nicht verschont. So gelten gesonderte Regelungen zu Öffnungszeiten und Terminen. Wo du nach dem Verlust deines Jobs normalerweise persönlich dort vorbeikommen musst, um dich arbeitslos zu melden, kannst du dies auch telefonisch erledigen, sofern ein Kontaktverbot gilt.

Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt außerdem auf ihrer Website, dass alle Anträge auf Grundsicherung in die Briefkästen der Dienststellen geworfen werden können. Sie werden wie gewohnt bearbeitet und alle Auszahlungen weiterhin garantiert.



Hinweise:

  • Alle Berufsfelder und -bezeichnungen schließen, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen mit ein.
  • Wir machen außerdem darauf aufmerksam, dass unser Web-Angebot lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung, die auf deine spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.