Checkliste: Was muss in einen Lebenslauf?

Lebenslauf
  • Das wichtigste Ereignis deiner Karriere – meist handelt es sich dabei um die letzte Tätigkeit – sollte gleich am Anfang stehen.
  • In zeitlich umgekehrter Reihenfolge, alle weiteren beruflichen Stationen, deine Ausbildung, deinen höchsten Schulabschluss.
  • Alle ehemaligen Arbeitgeber sollten vollständig aufgelistet sein. Dazu gehört die Dauer deiner Beschäftigung mit Monat und Jahreszahl und eine kurze Tätigkeitsbeschreibung in Stichpunkten.
  • Maximal 3 DIN-A4-Seiten sollten reichen. Wenn bereits viele berufliche Stationen hinter dir liegen, kannst du den Fokus auf die wichtigsten Punkte legen.
  • Verfügst du über PC-, EDV- und Sprachkenntnisse liste diese mit einer Einschätzung deines Niveaus auf. Die Angabe deiner Hobbys und Interessen ist nicht verpflichtend, kann aber interessant sein.
  • Unterschreibe auch deinen Lebenslauf. Lediglich bei Online-Formularen, bei denen du die Stationen deines Lebenslaufes in eine vorgefertigte Maske einträgst, entfällt die Unterschrift.

Lebenslauf in Tabellenform

  • kompakt und übersichtlich
  • lückenlos
  • die wichtigsten Angaben: Beruflicher Werdegang, Ausbildung, Praktika, Berufserfahrung
  • alle wichtigen Stationen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge nach Bereich
  • keine Anrede und keine Grußformel verwenden!
  • Ort, Datum und Unterschrift einfügen
  • linke Seite: Zeitangaben, rechte Seite: Stationen und Positionen
  • keine Falschangaben!

Dein Lebenslauf ist neben dem Anschreiben der Hauptbestandteil der Bewerbung. Die richtige Struktur und eine saubere Gliederung mit aussagekräftigen Überschriften sind dabei ausschlaggebend.

Sofern in der Stellenausschreibung nichts anderes gefordert wird, solltest du für den Lebenslauf die tabellarische Form wählen. Er ist heutzutage Standard und am besten lesbar. Personalerinnen müssen sich in wenigen Minuten einen Überblick über deinen Werdegang machen können. Das funktioniert am besten in tabellarischer Form.

Im Folgenden findest du die wichtigsten Bestandteile für deinen Lebenslauf.

Was tun bei Lücken im Lebenslauf?

Als Lücke im Lebenslauf gilt ein Zeitraum, in dem du nicht beruflich beschäftigt oder in einem Unternehmen angestellt warst. Je größer dieser Zeitraum, desto wahrscheinlicher rückt er ins Visier der Personalabteilung – und kann im schlimmsten Fall eine Absage bedeuten. Doch nicht jede Pause muss bei deinen potenziellen Vorgesetzten Stirnrunzeln auslösen.

Zunächst gilt: alles unter 2 Monaten ist nicht weiter der Rede wert. Schließlich kann es einige Wochen dauern, bis du nach Kündigung eines alten Jobs deinen Neuen antreten kannst oder deine neue Ausbildung nach einem Wechsel des Ausbildungsbetriebs beginnst. Weitere häufige Gründe für Lücken im Lebenslauf sind:

  • Krankheit oder die Pflege eines Familienmitglieds
  • berufliche Umorientierung
  • Schwierigkeiten, einen Job zu finden.

Um Spekulationen zu vermeiden, neigen viele Arbeitssuchende dazu, die Lücken im Lebenslauf zu kaschieren oder erst gar nicht zu erwähnen. Ein beliebter Trick ist dabei, Jahres- statt Monatsangaben zu den aufgelisteten Tätigkeiten anzugeben. Geschulten Personalern sticht er jedoch sofort ins Auge. Um nicht in Erklärungsnot zu geraten, empfehlen wir dir, nicht zu lügen.

Wichtig!

Wenn Krankheit ein Grund für die Lücke ist, handelt es sich dabei um eine äußerst intime Angelegenheit. In diesem Fall bist du weder dazu verpflichtet, den Krankheitsgrund in deiner Bewerbung zu erwähnen, noch dich im Bewerbungsgespräch dafür zu rechtfertigen.

Die Lücken charmant erklären

Wie so oft kommt es darauf an, wie du dich verkaufst und wie plausibel du den Grund für die Pause in deiner Laufbahn erklären kannst. Bereits in deinem Bewerbungsschreiben kannst du darauf hinweisen, dass du während der freien Zeit nicht faul auf der Couch gehangen, sondern dich privat weitergebildet hast. Das kann ein Praktikum, ein Ehrenamt, eine Reise oder spezielle Seminare sein, die du freiwillig besucht hast. Auch eine neue Sprache erlernt zu haben oder ein ausgefallenes neues Hobby sind Pluspunkte.

Schließlich liegt in vielen modernen und agilen Unternehmen der Fokus bei der Mitarbeiterwahl nicht ausschließlich auf der beruflichen Erfahrung. Auch der Mensch, seine persönlichen Erfahrungen und seine soziale Kompetenz zählen – und die erlernst du nicht, während du dein Leben lang im Büro sitzt.