Unzufrieden im Job – was nun?

Hast du innerlich deinen Job schon gekündigt, weil du auf der Arbeit unglücklich bist? Die Mehrheit der Deutschen macht nur Dienst nach Vorschrift und fühlt sich nicht mit ihrem Unternehmen verbunden. Wie du am besten mit dieser Situation umgehst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Mann sitzt unzufrieden am Schreibtisch im Büro
© Syda Productions/Fotolia

Teste dich: Wie unzufrieden bist du mit deinem Job?

Stelle dir diese 10 Ja-oder-Nein Fragen und finde heraus, wie du deine Unzufriedenheit im Job los wirst:

1. Verstehst du dich mit deinen Kollegen?

2. Nehmen deine Kollegen deine Vorschläge / Ideen ernst?

3. Hast du ein gutes Verhältnis zu deinen Vorgesetzten?

4. Kannst du mit deinen Vorgesetzten einfach über deine Fehler sprechen?

5. Schätzen deine Kolleginnen / deine Vorgesetzte deine Arbeit?

6. Dir bleibt neben deinem Job noch genügend Freizeit?

7. Geht dein Tag schnell vorbei?

8. Kannst du nach Feierabend den Job für einen Moment vergessen?

9. Machen dir deine Aufgaben Spaß?

10. Bietet dein Job Weiterentwicklung / Fortbildungen?

Auswertung:

Wenn du 4 oder mehr JAs gesammelt hast, sind die Frust-Faktoren bei dir noch überschaubar und lassen sich vielleicht beheben.

Wenn du weniger als 4 JAs gesammelt hast, wird es dringend Zeit, ernsthaft über einen Jobwechsel nachzudenken. Besonders, wenn du das Gefühl hast, dass du kaum was an deinem Job ändern kannst und du langsam spürst, dass dein Job dich auf Dauer zu stark belastet.

3 Optionen gegen Unzufriedenheit im Job

Du bist unzufrieden mit deinem Job? Dann hast du genau 3 Optionen etwas dagegen zu tun:
Lieben, Ändern oder Lassen.

Lieben

Konzentrierst du dich gerade auf das Negative in deinem Job und blendest das Positive aus? Dann hilft es dir, wenn du dich mit diesen Fragen wieder auf die positiven Aspekte deines Jobs konzentrierst:

Mann arbeitet an einem Laptop an einem Schreibtisch im Büro
© Daniel Ernst/AdobeStock
  • Was kann ich aus meiner Situation für mich lernen?
  • Was wird mehr fehlen, wenn ich kündige?
  • Welche positiven Seiten hat mein Job?
  • Wofür kann ich dankbar sein?

Ändern

Warum bist du mit deinem Job unzufrieden? Beantworte dir diese Frage, indem du dir deine aktuelle Situation einmal aufschreibst. Dann analysierst du, welche Frust-Auslöser dazu beitragen und schaust, ob du sie stoppen kannst. Natürlich lässt sich nicht alles sofort ändern, jedoch kannst du realistisch abschätzen, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, etwas zu verändern. Dabei helfen dir diese Fragen zur Analyse deiner Situation:

Frau sitzt im Chefbüro und unterhält sich mit ihrer Chefin
© Jeanette Dietl/AdobeStock
  • Was genau frustriert dich im Job?
  • Was macht dir Spaß im Job?
  • Wie und wann kam die Unzufriedenheit bei dir?
  • Welchen Anteil hast du selbstverschuldet?
  • Welchen Stellenwert hat der Job für dich?
  • Wofür lohnt es sich weiter im Job zu bleiben?

Lassen

Wenn du nichts ändern kannst oder willst, hast du die Option zu kündigen und einen Jobwechsel durchzuführen. Schätze bei einem möglichen neuen Job ab, wie attraktiv das neue Jobangebot ist:

Frau recherchiert in einem Café an einem Laptop und macht sich Notizen
© Oleksii/AdobeStock
  • Gehalt
  • Benefints
  • Unternehmenskultur
  • Arbeitsumgebung
  • weitere Verbesserungen im Vergleich zu deinem aktuellen Job

Wichtig: Schaue, ob du im neuen Job auch wirklich eine Verbesserung erkennst, sonst befindest du dich im schlimmsten Fall bald wieder in der gleichen Situation.

Du suchst einen beruflichen Neuanfang?
Finde jetzt deine perfekte Stelle.

Kündigung: Wie schaffe ich den Ausstieg?

Kündigung ist nur eine Option von vielen, aber manchmal auch der richtige Weg. Kündigungen sind im Laufe deines Berufsleben normal. Tatsächlich geht man heutzutage davon aus, dass ein Jobwechsel nach 3 bis 5 Jahren, spätestens aber nach 7 Jahren ratsam ist. Besonders, wenn du das Gefühl hast, alles in deiner jetzigen Stelle erreicht zu haben.


Zusammenfassung

Unzufriedenheit im Job entsteht durch ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Hier ist es hilfreich, wenn du die eigene Situation einmal aufschreibst und analysierst. Danach wählst du die für dich beste Strategie aus: Aufs Positive konzentrieren, Veränderungen herbeiführen oder ein Jobwechsel. Ein Jobwechsel ist hier die Option, von der du als letztes Gebrauch machst, wenn du keine andere Möglichkeit mehr hast.



Hinweise:

  • Alle Berufsfelder und -bezeichnungen schließen, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen mit ein.
  • Wir machen außerdem darauf aufmerksam, dass unser Web-Angebot lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung, die auf deine spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.